Guten Tag zusammen,
ich lerne seit meiner Pensionierung Griechisch und bin täglich dabei, Schriftzeichen und Satzbau zu üben. Jetzt habe ich aber eine konkrete Frage aus dem echten Leben, die mich seit einigen Wochen beschäftigt.
Bei uns in der Nachbarschaft – ich helfe gelegentlich noch ehrenamtlich bei einem Verein – gibt es einen griechischen Kollegen, der aus Thessaloniki stammt. Wenn er auf Griechisch telefoniert oder manchmal Sätze erklärt, fällt mir auf, dass er Dinge in einer Reihenfolge sagt, die ich aus meinem Lehrbuch überhaupt nicht kenne. Zum Beispiel stellt er das Objekt manchmal ganz an den Anfang, oder er lässt Subjekte weg, die ich nach meinem Verständnis eigentlich bräuchte.
In meinem Kurs (Volkshochschule) wurde uns beigebracht, dass Griechisch grundsätzlich flexibler ist als Deutsch – aber so flexibel? Ich frage mich, ob das möglicherweise an seinem Herkunftsort liegt (Nordgriechenland), oder ob das schlicht umgangssprachliche Gewohnheiten sind, die jeder Grieche hat, egal woher.
Es ist ja Sommer, und er ist gerade auf Heimatbesuch in Griechenland – aber vorher hatte ich ihn noch nicht genau genug gefragt. Vielleicht kann mir hier jemand weiterhelfen, bevor ich ihn im Herbst wieder ansprechen kann?
Danke im Voraus,
Gerhard