Hallo zusammen,
mir ist in den letzten Wochen etwas aufgefallen, was mich ziemlich beschäftigt. Ich lerne jetzt seit etwa einem Jahr Griechisch und halte mich brav an die Wortstellungsregeln aus meinem Lehrbuch. Aber seit ich öfter griechische Podcasts höre und auch mit ein paar Griechen spreche, fällt mir auf, dass die oft ganz anders ihre Sätze bauen.
Letzte Woche war ich zum Beispiel bei einem griechischen Nachbarn zum Grillen (bei der Hitze war das echt eine Herausforderung!) und der hat dauernd Sachen gesagt wie "Το κρέας, το έφαγα χθες" oder "Στην Αθήνα, εκεί πήγα". Das klingt für mich total komisch, weil ich gelernt habe, dass das Objekt normalerweise nach dem Verb kommt.
Jetzt frage ich mich: Ist das gesprochene Griechisch wirklich so viel flexibler? Oder machen die Leute einfach "Fehler", die aber niemand korrigiert, weil man sie trotzdem versteht? Ich hab das Gefühl, dass ich durch mein stures Befolgen der Lehrbuch-Regeln total steif und unnatürlich klinge.
Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht? Sollte ich anfangen, lockerer mit der Wortstellung umzugehen, oder ist das ein schlechter Rat für Anfänger?
Danke schon mal!