Hallo zusammen,
langsam werde ich echt frustriert mit mir selbst. Ich lerne jetzt seit drei Jahren Griechisch, bin eigentlich ganz fleißig dabei und kann auch schon ziemlich viel verstehen und sprechen. Aber eine Sache bringt mich immer noch zur Verzweiflung: Ich verwechsle ständig Akkusativ und Genitiv in den Sätzen!
Gerade gestern im Unterricht wieder passiert. Ich wollte sagen "Ich sehe das Haus meines Bruders" und hab gesagt "Βλέπω το σπίτι τον αδερφό μου" statt "του αδερφού μου". Die Lehrerin hat mich korrigiert, aber ehrlich gesagt klingen beide Versionen für mich irgendwie richtig an.
Ist das normal nach so langer Zeit? Meine Tochter lernt seit zwei Jahren Französisch und macht solche Grundfehler längst nicht mehr. Liegt das daran, dass Griechisch einfach schwieriger ist, oder mache ich beim Lernen etwas fundamental falsch?
Bei den Artikeln klappt es ja eigentlich auch ganz gut (το, της, τον usw.), aber sobald es um die Anwendung im Satz geht, bin ich völlig durcheinander. Besonders bei längeren Sätzen verliere ich komplett den Überblick.
Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht? Und gibt es vielleicht spezielle Übungen oder Tricks, wie man sich das besser merken kann? Ich würde gerne im Herbst mal nach Griechenland fahren und nicht mehr wie ein Anfänger klingen...
Nach drei Jahren immer noch solche Grundfehler? Hmm, das ist schon etwas länger als üblich würde ich sagen. Liegt aber vielleicht an der Lernmethode?
Ich hab schon mal geschrieben, dass man die Kasus wirklich systematisch lernen muss. Nicht nur die Endungen, sondern vor allem WELCHES Verb was verlangt.
"Βλέπω" ist Akkusativ - immer. "Του αδερφού" ist Genitiv - das ist Besitz. Das sind zwei verschiedene Sachen im Satz, die haben nichts miteinander zu tun. Du siehst das Haus (Akkusativ) und das Haus gehört dem Bruder (Genitiv).
Mein Rat: Kauf dir eine richtige Grammatik, nicht nur diese Apps oder Volkshochschulbücher. Holton/Mackridge ist gut. Und dann systematisch durcharbeiten - Kasus für Kasus.