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Griechisch lernen

Ein Jahr Griechisch...
 
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Ein Jahr Griechisch – und im echten Gespräch werde ich stumm

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Markus B.
Beiträge: 5
Themenstarter
(@hellas_mentor)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#34]

Hallo zusammen,

ich lerne jetzt seit gut einem Jahr Griechisch, hauptsächlich mit Lehrbuch und ein paar Apps. Vokabeln kenne ich inzwischen einige hundert, die grundlegende Grammatik sitzt auch ganz passabel – zumindest auf dem Papier. Aber sobald ich mit einem echten Menschen Griechisch reden soll, passiert: nichts. Ich werde komplett stumm. Der Kopf ist leer, die Wörter, die ich eigentlich kenne, sind wie wegradiert.

Letzten Monat war ich kurz auf Kreta (Urlaub, bevor der Sommer richtig los geht) und hab mir vorgenommen, wenigstens ein paar einfache Sätze zu sprechen. Im Hotel, in einer Taverne, irgendwo. Nichts. Ich hab immer wieder auf Englisch ausgewichen, obwohl ich wusste, wie die griechischen Wörter eigentlich lauten. Ich hatte einfach Angst, mich lächerlich zu machen oder falsch verstanden zu werden.

Das frustriert mich ehrlich gesagt sehr. Ich frage mich, ob ich grundsätzlich falsch lerne – zu viel Theorie, zu wenig Übung zum Sprechen. Aber wie übt man Sprechen, wenn man niemanden kennt, mit dem man Griechisch reden kann? Und wie überwindet man diesen inneren Blockierer, der einen jedes Mal zum Schweigen bringt?

Hat jemand von euch das selbst erlebt und irgendwie überwunden? Ich bin für jeden Tipp dankbar.


6 Antworten
Stefan92
Beiträge: 4
(@stefan92)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Hab das selbst erlebt, total nervig. Ich schau viel griechisches YouTube und TV, aber im Gespräch ist es trotzdem anders – das kennt man ja, hab ich in einem anderen Thread schonmal beschrieben.

Mein Tipp: italki oder ähnliche Plattformen nutzen, da kann man Griechischmuttersprachler buchen, auch für kurze Sessions. Ich mach das jetzt seit ein paar Wochen und es ist zwar immer noch unangenehm, aber es wird besser. Wichtig ist glaub ich, sich bewusst zu machen: die meisten Griechen, die du als Lernender ansprichst, sind nicht da um dich zu bewerten. Die finden das gut.


Antwort
S.Hoffmann
Beiträge: 6
(@s-hoffmann)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Das kenne ich gut, hab ich selbst lange gehabt. Ich hab dazu in einem anderen Thread hier schon ein bisschen was geschrieben, aber ich versuch's nochmal anders zu formulieren.

Das Problem ist nicht, dass du zu wenig weißt – das Problem ist, dass du im echten Gespräch plötzlich keine Fehler machen willst. Und dieser Druck blockiert alles. Griechisch sprechen lernt man nur durch sprechen, leider gibt es da keinen anderen Weg.

Was mir persönlich geholfen hat: ich hab mir vorgenommen, bei Abschiedsformeln anzufangen. Nur ein 'γεια σου' oder 'ευχαριστώ' rauswerfen, nichts weiter. Klingt banal, aber damit öffnet sich was. Der erste kleine Erfolg – und sei er noch so winzig – macht den nächsten einfacher. Beim nächsten Griechenlandbesuch einfach damit anfangen, konsequent. Die Leute dort freuen sich fast immer, wenn jemand versucht ihre Sprache zu sprechen.

Wenn Du regelmäßig Anregungen per eMail zum Griechisch lernen möchtest, trage Dich einfach im Newsletter ein. https://www.sprachenlernen24.de/griechisch-lernen/?utm_content=WC97498


Antwort
StefanBerg
Beiträge: 3
(@stefanberg)
New Member
Beigetreten: Vor 4 Wochen

Ich kenn das Phänomen gut, hab auch lange gebraucht. Was für mich den Unterschied gemacht hat: Ich hab aufgehört, auf den perfekten Moment zu warten. Den gibt es nicht.

Konkret: Ich hab mir für jede Situation ein oder zwei 'Notfallsätze' zurechtgelegt, die ich auswendig kenne. Begrüßung, Bestellung, Dankeschön. Mehr braucht man am Anfang gar nicht. Wenn das sitzt, kommen die nächsten fast von selbst nach.


Antwort
Klaus Hartmann
Beiträge: 14
(@garten_klaus63)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Ich lern Griechisch hauptsächlich damit ich, wenn ich mal wieder in Urlaub fahre, nicht wie ein Tourist wirke der gar nix versucht. Genau dein Problem hatte ich auch.

Ich hab dann einfach angefangen, in Onlineforen auf Griechisch zu schreiben – erst sehr kurze Kommentare, dann mehr. Schreiben ist irgendwie weniger angstbesetzt als Sprechen, aber es trainiert trotzdem das Abrufen der Wörter. Und von da aus zum Sprechen ist es dann nochmal ein Schritt, aber ein kleinerer. Vielleicht wäre das für dich ein Zwischenschritt?


Antwort
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