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Griechisch lernen

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Ein Jahr Griechisch gelernt – warum bringt mich kaum ein Wort raus?

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Martina Bauer
Beiträge: 21
Themenstarter
(@martina-bauer)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#25]

Hallo zusammen,

ich lerne jetzt seit gut einem Jahr Griechisch, hauptsächlich mit Apps und Büchern, und ich verstehe eigentlich schon eine Menge. Ich kann Texte lesen, ich erkenne Wörter wenn ich griechische Musik höre, ich löse Übungen meistens recht ordentlich. Aber sobald ich den Mund aufmachen soll – nichts. Absolut nichts kommt raus.

Ich fahre diesen Sommer nach Kreta, das war ja eigentlich auch der Grund warum ich überhaupt angefangen habe. Jetzt rückt der Urlaub näher und ich bemerke, dass ich schon leicht nervös werde wenn ich daran denke, dort mal einfach im Supermarkt oder in einer Taverne etwas auf Griechisch zu sagen. Was, wenn ich die Antwort nicht verstehe? Was, wenn ich mich komplett blamiere und alle mitbekommen wie schlecht mein Griechisch ist?

Ich weiß, das klingt ein bisschen übertrieben. Aber ich glaube ich bin wirklich nicht allein damit. Kennt jemand das Gefühl? Ich hab sogar schon mal versucht laut mit mir selbst zu sprechen wenn ich alleine bin, aber das fühlt sich so sinnlos an, weil niemand antwortet.

Wie habt ihr das überwunden? Gibt es irgendeinen Trick oder muss man das einfach irgendwann mit Gewalt durchziehen?

Danke,
Martina


2 Antworten
Brigitte Weiss
Beiträge: 10
(@brigitte-weiss)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Andreas hat schon recht mit dem Perfektionismus, aber ich seh das noch etwas pragmatischer: In einem echten Urlaub lernt man mehr in drei Tagen als in einem Jahr zuhause. Geh einfach hin, mach den Mund auf und akzeptier dass du dich die ersten Male blöd fühlst. Das vergeht.


Antwort
Andreas Bauer
Beiträge: 10
(@andreas-bauer)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Das kenn ich gut, hab das selbst auch eine Weile mit mir rumgeschleppt. Ich glaub das Problem ist, dass man beim Lesen und Üben immer genug Zeit hat nachzudenken – beim Sprechen nicht. Und das Gehirn interpretiert diese Unsicherheit dann als Bedrohung, klingt dramatisch aber ist so.

Was mir tatsächlich geholfen hat: wirklich niederschwellige Situationen suchen, wo das Scheitern nichts kostet. Zum Beispiel einfach mal in einem Online-Videocall mit einem Muttersprachler über eine Plattform wie iTalki oder so – der ist dafür bezahlt, geduldig zu sein, und du sitzt zuhause. Kein Publikum, niemand guckt, du kannst notfalls auf Pause drücken.

Für Kreta konkret: ich würde dir empfehlen, dir drei oder vier Sätze auszusuchen die du WIRKLICH sicher hast. Nicht hundert, sondern vier. Und die dann einfach benutzen. 'Ένα καφέ παρακαλώ' reicht schon als Einstieg. Die Einheimischen freuen sich meistens ehrlich wenn jemand es überhaupt versucht, die korrigieren einen da nicht öffentlich.

Ich hab damals im Google-Translate-Thread auch viel darüber geschrieben, wie wichtig es ist den Perfektionismus loszulassen. Ist beim Sprechen noch viel entscheidender als beim Schreiben.


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