Kurze Ergänzung von mir: "Ómorfi méra" (schöner Tag) als Abschiedsformel wirkt auf älteren Einheimischen oft überraschend herzlich – die hören das von Touristen selten. Kostet nix und bleibt im Gedächtnis.
Ansonsten stimme ich beiden Vorrednern zu: Die Basisformeln sitzen bei dir ja schon. Konzentrier dich eher darauf, sie natürlich klingen zu lassen, als neue zu lernen. Ich beschäftige mich gerade intensiv mit griechischem Satzbau (hab letztens sogar einen Thread zur Doppelung im Griechischen aufgemacht) und merke immer wieder: Aussprache und Natürlichkeit schlagen Vollständigkeit.
Stefan-Kowalski hat schon nen guten Punkt – "Signómi" ist echt wichtig und wird oft vergessen. Ich hab das auch im Kasusendungen-Thread irgendwie am Rand erwähnt: Griechisch verzeiht grammatische Fehler viel eher als Situationen, wo man soziale Signale ignoriert.
Für Backpacker auf den Inseln würd ich sagen: Dein absolutes Minimum-Set ist Kalimera/Kalispéra (Tageszeit beachten!), Efcharistó, Parakálo, Signómi und Yiasas für Gruppen/Ältere. Das reicht für 95% aller Alltagssituationen. Alles drüber ist nice-to-have. Die Kyrie/Kyría-Sache merk ich übrigens tatsächlich nur in kleineren Dörfern und bei über-60-Jährigen – auf den Touristeninseln ist das eher selten.