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Redewendungen als Brücke zum Wiedereinstieg – sinnvoll?

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Petra H.
Beiträge: 12
Themenstarter
(@petra-hoffmann)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#54]

Hallo zusammen,

ich bin Petra und versuche seit ein paar Wochen, mein Griechisch nach einer langen Pause wieder aufzubauen. Damals in der Schule hatte ich ganz gute Grundlagen, aber 15 Jahre sind eine lange Zeit. Jetzt im Sommer mit mehr Ruhe wollte ich endlich wieder anfangen.

Meine Frage: Macht es Sinn, schon als Anfänger wieder mit Redewendungen zu arbeiten? Ich habe gelesen, dass authentische Umgangssprache ja eher in Redewendungen steckt als in klassischen Lehrbüchern. Andererseits bin ich noch bei den Grundlagen – Grammatik und Vokabeln sind mein größtes Problem gerade.

Wenn ich Redewendungen lerne, helfen die mir auch beim Vokabelaufbau? Oder lenkt das mich nur ab von dem, was ich wirklich brauche? Wie habt ihr das gelöst, wenn ihr wieder neu angefangen habt?

Danke schon mal für eure Erfahrungen!


3 Antworten
Andreas Bauer
Beiträge: 10
(@andreas-bauer)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Sehr gerne! Also, als Vermieter muss ich sagen: Redewendungen sind Gold wert beim echten Sprechen. Wenn ich meine Gäste begrüße oder was erklären muss, wirke ich sofort authentischer, wenn ich nicht nur Standard-Sätze runterleiher.

Für deinen Wiedereinstieg würde ich sagen: Ja, lerne Redewendungen, aber gezielt zu den Situationen, wo du sie brauchst. Alltag, nicht Grammatik-Heavy-Stuff. Deine Vokabeln bauen sich damit ganz nebenbei auf. Meine Erfahrung ist: Mit authentischen Phrasen macht das Lernen viel mehr Sinn als mit künstlichen Beispielsätzen.


Antwort
Gerhard Kellner
Beiträge: 18
(@gerhard58)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Petra, das ist eine smart Frage. Ich lerne ja hauptsächlich über Kontexte – Gartenbau, Pflanzennamen und sowas – und bei mir funktioniert es so: Redewendungen muss man verstehen, nicht einfach nachplappern. Wenn du die Bedeutung hinter dem Satz nicht erfasst, hilft dir das nix.

Mein Rat: Such dir Redewendungen, die du konkret brauchst oder die häufig vorkommen. Nicht wahllos 20 auswendig lernen. Bei mir hat vorher das intensive Üben nicht geholfen, siehe meinen Post hier: 6 Monate Duolingo – aber echte Griechen verstehen mich nicht. Redewendungen sind eher das Sahnehäubchen, nicht die Basis. Konzentrier dich erst auf Struktur, dann auf die Feinheiten.


Antwort
Klaus H.
Beiträge: 15
(@klaushermann)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Hey Petra, gute Frage! Ich bin da der Meinung, dass Redewendungen genau das richtige für deinen Einstieg sind. Wenn du dir früher schon was gemerkt hast, wissen deine Ohren und dein Gedächtnis das noch – Redewendungen sind wie kleine Merkblöcke, die man nicht vergisst.

Zum Vokabeln lernen: ja, absolut. Wenn du eine Redewendung lernst wie "καλή ορέξει" (guten Appetit), packst du da ja gleich 2-3 Wörter rein im sinnvollen Kontext. Das ist viel besser als Vokabellisten. Ich mache das so: Lerne Redewendungen zu Alltagssituationen – Markt, Restaurant, Straße – und baue dir damit ein Gefühl für echtes Griechisch auf. Die Grammatik kommt dann von allein, wenn du merkst, wie die Sätze funktionieren.

Mach dir keinen Stress. Deine Grundlagen von damals sind noch da, auch wenn du sie nicht abrufen kannst.


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