Einfach drauflosreden. Punkt.
Keine Sprache der Welt lernt man durchs Nachdenken über Grammatik im Gespräch. Die Korrektheit kommt mit der Zeit und mit Input – nicht mit Warten.
Hab früher auch ewig gewartet bis ich 'sicher genug' war um zu reden. Spoiler: Das Gefühl kam nie von alleine.
Irgendwann hab ich einfach angefangen, auch wenn's peinlich war. Und weißt du was? Griechen finden es meistens nett wenn jemand überhaupt versucht ihre Sprache zu sprechen. Die lachen nicht, die helfen. Zumindest in meiner Erfahrung.
Im Sommer hast du übrigens ne gute Chance wenn du Kontakt zu Muttersprachlern hast – Urlaubszeit, Leute sind entspannter, mehr Gelegenheiten für lockere Gespräche. Nutzt das. Grammatik kann man auch nachher noch festigen, aber das Sprechen muss man schlicht üben.
Hallo StefanBerg,
das kenne ich gut aus eigener Erfahrung. Ich hab mich lange gefragt, ob man überhaupt sprechen sollte bevor die Grammatik sitzt – und bin inzwischen überzeugt: Ja, unbedingt reden, auch wenn es holprig ist.
Muttersprachler sind in der Regel viel nachsichtiger als wir denken. Die verstehen dich auch wenn der Kasus falsch ist, solange das Wort stimmt. Ich hab das selbst beim Reisen gemerkt – auch nach meinem Thread damals über Sprachanfänger auf Reisen: Welche Region Griechenlands für sauberes Griechisch?, wo das Thema auch schon ankam.
Das Einschleifen von Fehlern ist natürlich ein Risiko, aber ich glaube das Risiko ist kleiner als das Risiko, überhaupt nicht ins Sprechen zu kommen. Wichtig ist nur: Wenn du einen Fehler bemerkst oder korrigiert wirst, nimm dir kurz Zeit, den richtigen Satz einmal laut zu wiederholen. Das hilft mehr als zehnmal dieselbe Übung im Lehrbuch.
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