Hallo zusammen,
wir fahren Ende August für zwei Wochen auf den Peloponnes und ich möchte da nicht als totale Tante wirken, wenn es ums Bezahlen geht. Nach 15 Jahren Pause lerne ich ja wieder von vorne an – und ehrlich gesagt verwirrt mich das Thema Trinkgeld total.
Ich weiß, dass man in Restaurants üblicherweise etwas dazulässt, aber wie ist das eigentlich bei kleinen Dingen? Wenn man morgens einen Kaffee in einer Taverna trinkt oder einen Frappé kauft – gehört da auch was rein? Und unterscheidet sich das zwischen den touristischen Gegenden und dem echten Dorf-Alltag?
Vor allem interessiert mich: Wie kommunizieren die Griechen das untereinander? Gibt es da Regeln oder Blicke, die ich kennen sollte? Ich will ja nicht sparen wie eine Geizhals, aber auch nicht naiv aussehen.
Wer vor Ort Erfahrung hat – wie handhabt ihr das praktisch?
Viele Grüße,
Sabine
Hey Sabine,
da kann ich aus eigener Erfahrung was zu sagen – ich schau mir bei sowas gerne griechische Filme an, um zu sehen, wie die Locals das machen, und das hilft mehr als jeder Ratgeber.
Bei Kaffee/Getränke in der Taverna: Die meisten Griechen lassen da 50 Cent bis 1 Euro, je nachdem wie lange sie sitzen. Im Restaurant beim Essen sind es dann 5–10% je nach Zufriedenheit. In touristischen Ecken wird's natürlich erwartet, in kleinen Dörfern ist es eher optional, wird aber immer gerne gesehen.
Ein Trick: Schau, was andere machen – das ist oft hilfreicher als jede Regel. Und keine Sorge, als Tourist wird dir eh viel verziehen.
Gutes Lernen noch für eure Reise!
Interessante Frage, aber ich muss ehrlich sagen: Die meisten Ratschläge zum Trinkgeld basieren eher auf Gefühl als auf echten Fakten. Hat je jemand systematisch untersucht, ob Trinkgeld wirklich die Servicequalität verbessert oder ob das nur eine soziale Erwartung ist, die uns eingeredet wurde?
In Griechenland ist es deutlich weniger eingespielt als in den USA – manche sagen 5%, manche sagen gar nichts Festes. Meine Erfahrung: Aufrunden reicht meist völlig aus. Aber warum das so ist und ob es wirklich Sinn macht, wird selten hinterfragt.