Hallo zusammen,
ich beschäftige mich schon länger mit dem Gedanken, Griechisch zu lernen. Das Problem ist nur: Ich interessiere mich sowohl für das antike Griechenland (Philosophie, Literatur) als auch für das moderne Griechenland (Reisen, Kultur, Menschen). Daher schwanke ich zwischen Altgriechisch und Neugriechisch.
Meine Überlegung war eigentlich, mit Altgriechisch anzufangen, da ich mir denke, dass man dann später leichter ins Neugriechische wechseln kann - schließlich ist das Neugriechische ja aus dem Altgriechischen entstanden. Andererseits höre ich oft, dass Altgriechisch sehr schwer ist und viele Leute dabei aufgeben.
Was meint ihr? Soll ich mit dem Altgriechischen beginnen und später zum Neugriechischen wechseln? Oder ist es besser, gleich mit dem Neugriechischen anzufangen, weil das praktischer ist? Gibt es überhaupt Synergieeffekte zwischen den beiden Sprachen?
Ich bin 63 Jahre alt und habe Zeit, aber natürlich auch nicht unbegrenzt. Deshalb möchte ich den effizientesten Weg wählen.
Vielen Dank für eure Erfahrungen!
Γεια σου Herr Bergmann! Als gebürtiger Grieche kann ich dir nur empfehlen: Fang mit Neugriechisch an! Du wirst viel schneller Erfolge sehen und kannst gleich praktisch anwenden, was du lernst. Wenn du nach Griechenland fährst, kannst du dich unterhalten, griechisches Fernsehen schauen, Zeitungen lesen.
Altgriechisch ist wirklich sehr schwer und hat wenig mit dem modernen Griechisch zu tun. Klar, manche Wörter sind ähnlich, aber die Grammatik ist völlig anders. Es ist fast wie zwei verschiedene Sprachen. Wenn du später noch Lust auf Altgriechisch hast, kannst du das immer noch machen - aber dann hast du schon eine Basis.
Mein Tipp: Lern erst Neugriechisch, komm nach Griechenland, genieß die Sprache und das Land. Das motiviert viel mehr als trockene antike Texte!
Ich hab da gute Erfahrungen gemacht mit den aktuellen Lehrbüchern auf Amazon - da findest du sowohl für Altgriechisch als auch Neugriechisch solide Grundlagen. Ein Kollege hat mir letztens erst wieder bestätigt, dass die Bestseller dort wirklich gut strukturiert sind für Anfänger. https://amzn.to/4eI80Ts
Hm, da muss ich widersprechen. Wenn Sie sich wirklich für beide interessieren, würde ich tatsächlich mit Altgriechisch beginnen. Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht wie Sie sie beschreiben - man hat dann ein viel besseres Verständnis für die Struktur der Sprache.
Das Neugriechische hat zwar viele Vereinfachungen, aber die Grundlagen sind dieselben. Wer Altgriechisch kann, tut sich mit Neugriechisch definitiv leichter als umgekehrt. Allerdings brauchen Sie wirklich Disziplin und sollten einen guten Kurs oder Lehrer haben.
Falls Sie mal nach Griechenland reisen wollen, können Sie ja parallel ein paar praktische Redewendungen lernen. Aber für das tiefere Verständnis ist Altgriechisch der bessere Einstieg.
Also ich hab vor Jahren mal mit Altgriechisch angefangen und bin kläglich gescheitert. Diese ganzen Deklinationen und Konjugationen... furchtbar! Hab dann auf Neugriechisch gewechselt und es war wie Tag und Nacht.
Mit 63 würd ich ehrlich gesagt den praktischen Weg gehen. Neugriechisch macht einfach mehr Spaß, weil man schneller Fortschritte sieht. Und wenn du mal Urlaub in Griechenland machst, kannst du wenigstens "Kalimera" sagen ohne dass alle lachen.