Hallo zusammen! Ich bin Sandra und fahre diesen Sommer Anfang August für zwei Wochen nach Kreta – ich freu mich schon riesig, es ist mein erster Griechenland-Urlaub überhaupt. Jetzt hab ich seit ein paar Wochen angefangen, ein bisschen Griechisch zu lernen, aber ich merke schnell, dass ich nicht die Zeit habe, die Sprache wirklich von Grund auf durchzuarbeiten. Ich möchte einfach nicht wie eine komplette Touristin dastehen und nur Englisch stammeln, sondern zumindest ein paar Basics auf Griechisch rausbringen.
Mein konkretes Problem: Ich weiß nicht, welche Vokabeln und Phrasen ich priorisieren soll. Ich hab gerade noch knapp zwei Monate bis zur Abreise. Soll ich eher auf Zahlen konzentrieren (für Preise, Bestellungen), auf Höflichkeitsfloskeln, oder lieber auf ganz praktische Sachen wie Wegbeschreibungen und Restaurantbestellungen?
Ich lese immer wieder, dass Griechen es sehr schätzen wenn man überhaupt versucht ihre Sprache zu sprechen, also ich bin hoch motiviert. Aber ich will meine knappe Lernzeit auch sinnvoll einsetzen und nicht irgendwas lernen das ich hinterher gar nicht brauche. Habt ihr Erfahrungen damit, was auf Kreta wirklich nützlich war? Oder was ihr euch vor einem Griechenland-Urlaub selbst gewünscht hättet zu wissen? Bin für jeden Tipp dankbar!
Hallo Sandra, schöne Frage! Als Grieche der in Deutschland lebt kann ich dir sagen: deine Motivation ist schon der halbe Weg. Griechen freuen sich wirklich enorm wenn Touristen auch nur ein paar Worte versuchen.
Was ich für zwei Monate Lernzeit empfehlen würde, in dieser Reihenfolge:
Zuerst die absoluten Basics: Kalimera (Guten Morgen), Kalispera (Guten Abend), Efcharistó (Danke), Parakalo (Bitte / Gern geschehen), Ne (Ja), Óchi (Nein). Die klingen banal, aber du brauchst sie zigmal am Tag.
Dann für Restaurant und Café: "Thélo éna kafé parakalo" (Ich möchte einen Kaffee bitte), die Zahlen 1-20 für Preise und Bestellmengen, und "To logariasmó parakalo" für die Rechnung.
Wegbeschreibungen würde ich ehrlich gesagt streichen – das ist schwer zu verstehen wenn die Antwort kommt, und auf Kreta kommt man mit Karte und Gesten gut zurecht. Fokus lieber auf Höflichkeit und Restaurant, das bringt dir emotional am meisten.
Ach ja, und "Póso káni?" (Was kostet das?) – auf dem Markt in Heraklion unbezahlbar. 🙂
Manos hat das gut zusammengefasst, dem kann ich größtenteils zustimmen. Ich hab selbst ein paarmal in Griechenland Urlaub gemacht und vorher versucht, mich vorzubereiten.
Ein Punkt wo ich aber etwas anders sehe: Ich würde Zahlen höher priorisieren als er es tut. Gerade auf Märkten oder kleinen Läden abseits der Touristenzentren spricht nicht jeder gut Englisch, und Preise verstehen ist wirklich praktisch. Zumindest 1 bis 100 solltest du draufhaben.
Was mich persönlich am meisten überrascht hat: Das Wort "Signómi" (Entschuldigung / Entschuldigen Sie) habe ich viel öfter gebraucht als ich dachte – um jemanden anzusprechen, sich vorbeizudrängen in vollen Gassen, all sowas.
Wenn du noch Kapazität hast: "Pou íne i toualéta?" (Wo ist die Toilette?) ist nie falsch. Klingt komisch, aber du weißt wie das ist wenn mans braucht. 😄
Zwei Monate ist eigentlich ganz ordentlich Zeit wenn du täglich auch nur 15 Minuten machst. Das reicht locker für Urlaubsgriechisch.
Ich halte Wegbeschreibungen auch für Zeitverschwendung für einen Zwei-Wochen-Urlaub, da stimm ich Manos zu. Lern lieber "Éna beeraki parakalo" – das war bei meinem Urlaub die nützlichste Phrase überhaupt. 😁
Ernsthaft: Kalimera, Efcharistó, Signómi und die Zahlen – mehr braucht's eigentlich nicht für Kreta als Touristin. Der Rest läuft auf Englisch oder mit Händen und Füßen.