Hier widerspreche ich den meisten etwas: Die Übergangsphase vom Buchstabe-für-Buchstabe zum fließenden Lesen ist neurobiologisch ganz normal, aber man kann sie verkürzen. Du brauchst nicht »einfach Zeit«, sondern gezieltes, wiederholtes Lesen DERSELBEN Wörter über mehrere Tage. Das Gehirn muss Wort-Muster abspeichern. Also: 20 Wörter nimm dir vor, lies sie jeden Tag mehrfach, nach einer Woche 20 neue. Das ist empirisch belegter als rumzuexperimentieren.
Das ist eine klassische Frage – und auch die richtige! Beim bloßen Buchstabenkennen bleibt dein Gehirn noch auf der Dekodier-Ebene stecken. Du brauchst regelmäßige Exposition gegenüber echten Wörtern im Kontext, nicht isolierte Buchstaben-Drills. Versuch, einfache griechische Menüs oder Schilder zu lesen – mehrfach, über längere Zeit. Das Erkennen wird automatischer, wenn du das Wort als Ganzes mehrmals gesehen hast. Studien zeigen, dass Häufigkeit und Varianz im Kontext besser funktionieren als Wiederholung einzelner Buchstaben.
Super Frage! Beim Familienurlaub hab ich das auch durchgemacht. Was mir geholfen hat: praktische Dialoge, in denen die gleichen Wörter immer wieder vorkommen. Wenn du zehnmal »καλησπέρα« liest und »τι κάνεις«, werden die automatisch zum Ganzen. Vielleicht such dir echte griechische Alltags-Dialoge – z.B. Begrüßungen, Bestellungen im Café – und les die mehrfach hintereinander. Das Fließen kommt dann von selbst.