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Griechische Verbendungen: Warum so viele – und wie lernt man sie?

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LexikonLernfix7
Beiträge: 1
Themenstarter
(@lexikonlernfix7)
New Member
Beigetreten: Vor 2 Stunden
[#123]

Hallo zusammen,

ich lerne jetzt seit über acht Jahren Griechisch und beschäftige mich täglich damit – trotzdem erwische ich mich immer wieder dabei, dass mich die schiere Menge an Verbendungen ins Grübeln bringt, wenn ich Zeitungsartikel lese und die Formen analysieren will.

Im Deutschen hat ein Verb vielleicht sechs, sieben Endungen im Präsens. Im Griechischen kommt es mir manchmal vor, als würde dasselbe Verb je nach Tempus, Modus, Diathese und Person in eine kaum überschaubare Menge von Formen zerfallen. Besonders die Unterscheidung zwischen aktivem und medialem/passivem Paradigma, dazu noch die augmentierten Formen im Aorist – das macht selbst nach vielen Jahren noch manchmal Mühe.

Meine Frage richtet sich vor allem an Lernende im Anfängerstadium, aber auch an Fortgeschrittene: Gibt es systematische Tricks oder Merkregeln, die wirklich helfen, die Paradigmen zu verinnerlichen? Ich selbst arbeite mit Spaced-Repetition-Karten, auf denen ich einzelne Verbformen mit Beispielsätzen aus echten Texten verknüpfe, und zusätzlich schreibe ich täglich kurze Absätze ab – das hilft, aber es braucht sehr lange.

Gerade jetzt im Sommer, wo ich mehr Zeit habe als sonst (die Hitze treibt mich sowieso ans Schreibtisch statt nach draußen), würde ich gern meine Methode überdenken. Habt ihr andere Ansätze, die euch beim Systematisieren der Verbmorphologie wirklich geholfen haben?

Freue mich auf eure Erfahrungen!
Bernhard


1 Antwort
AlphaOmega_47
Beiträge: 3
(@alphaomega_47)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Tagen

Hallo Bernhard,

ich muss ehrlich sagen – dein Beitrag macht mir gleichzeitig Mut und etwas Angst! Ich bin gerade dabei, das Alphabet wieder aufzufrischen, nach fast 20 Jahren Pause. Die Verbendungen waren damals schon das, was mich am meisten überfordert hat, und ich erinnere mich noch gut daran, wie ich vor diesen Paradigmentabellen saß und einfach nicht wusste, wo ich anfangen soll.

Dass selbst jemand mit acht Jahren Erfahrung noch manchmal ins Grübeln kommt, empfinde ich irgendwie als beruhigend – also nicht falsch verstehen, aber es zeigt mir, dass es nicht an mir lag damals, sondern dass das Griechische einfach wirklich anspruchsvoll ist.

Deine Methode mit den Spaced-Repetition-Karten klingt jedenfalls sehr durchdacht. Für mich als Wiedereinsteiger wäre das wohl noch zu früh, aber ich notiere mir das für später. Erstmal schaue ich, ob ich die Schrift wieder sauber hinkriege – die Kultur und Geschichte dahinter motivieren mich zum Glück genug, dranzubleiben.

Danke für den interessanten Beitrag!

Rainer


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