Hallo zusammen,
ich plane gerade meinen Sommerurlaub für dieses Jahr – Abflug Mitte Juni, wahrscheinlich eine der Inseln, bin noch nicht 100% festgelegt. Jetzt frage ich mich ernsthaft: Lohnt es sich überhaupt, vor dem Urlaub noch schnell Griechisch zu lernen, oder ist das komplett verschwendete Zeit?
Ich meine, Englisch sprechen doch alle dort halbwegs, vor allem in touristischen Gebieten. In Restaurants, Hotels, an der Rezeption – da wird man ja wohl zurechtkommen ohne Griechisch, oder? Ich habe null Vorerfahrung mit der Sprache und der Urlaub ist in etwa vier Wochen. Das Alphabet ist mir komplett fremd, ich erkenne noch nicht mal die Buchstaben.
Andererseits frage ich mich: Macht es vielleicht doch einen Unterschied, wenn man ein paar Grundbrocken kann? Also wenigstens 'Hallo', 'Danke', 'Ein Bier bitte' – sowas in der Richtung. Oder ist das in vier Wochen von Null an sowieso hoffnungslos?
Bin ehrlich gesagt hin- und hergerissen. Einerseits denke ich, wozu den Stress kurz vor dem Urlaub, andererseits will ich nicht wie der typische Tourist wirken, dem alles egal ist. Was sagen die erfahrenen Griechisch-Lerner hier? Ist Englisch wirklich ausreichend oder bereut man es, wenn man nichts gelernt hat?
Kurz und knapp: Englisch reicht für den Urlaub. Aber wer einmal angefangen hat, ein bisschen Griechisch zu lernen, will meist mehr – das ist das eigentliche Risiko dabei.
Also ich war letzten Sommer da und kann sagen: Englisch ist absolut ausreichend für nen normalen Strandurlaub. Kein Stress. Aber die paar Basics – Hallo, Danke, Bitte, Entschuldigung – die würd ich trotzdem kurz draufhaben. Das ist ne Frage von nem Nachmittag, nicht mehr. Die Leute freuen sich wirklich wenn man's versucht, auch wenn die Aussprache nicht perfekt ist. Ich hab damals noch kämpft mit dem Theta-Laut (hab dazu sogar mal was hier im Forum geschrieben), aber selbst mein holpriges Griechisch wurde mit Lächeln quittiert 😉 Also: kein Stress, aber null vorzubereiten wäre auch schade.
Ich sehe das ein wenig anders als Andreas oben. Natürlich ist es schön, ein paar Worte zu können – das bestreite ich nicht. Aber ich finde es wichtig, hier ehrlich zu sein: Griechisch ist keine Sprache, die man in vier Wochen 'schnell lernt'. Das Alphabet allein braucht Zeit, und wenn man das nicht wirklich sitzt, wird man schilder und speisekarten sowieso nicht lesen können.
Ich lerne seit einigen Monaten ernsthaft Griechisch – mit Grammatikbuch, Übungen, dem ganzen Programm. Und ich bin immer noch dabei, die Grundlagen zu festigen. Die Vorstellung, man könnte das mal eben vor dem Urlaub nebenbei mitnehmen, halte ich ehrlich gesagt für unrealistisch.
Für den reinen Urlaub: Englisch reicht. Lern' meinetwegen drei, vier Floskeln auswendig – die muss man nicht mal lesen können, einfach nachsprechen. Aber tu dir selbst den Gefallen und setze dir keine unrealistischen Erwartungen, das frustriert nur.
Die Frage kenne ich – ich hab mich das vor meiner ersten Kreta-Reise auch gestellt. Kurze Antwort: Englisch reicht in den Touristenzentren problemlos aus, da wirst du keine Sprachbarriere spüren. Aber – und das ist ein großes Aber – sobald du mal abseits der ausgetretenen Pfade unterwegs bist, sieht das schon anders aus. Kleine Tavernen im Landesinneren, ältere Einheimische auf dem Markt, Busfahrer auf Lokallinien: da kommt Englisch schnell an seine Grenzen.
Ich hab damals selbst erlebt, wie anders man empfangen wird, wenn man auch nur ein paar griechische Worte rausbringt. Die Reaktionen sind wirklich herzlich. Ein simples 'Γεια σας' oder 'Ευχαριστώ' und die Leute taut sofort auf. Das lohnt sich meiner Meinung nach definitiv, und vier Wochen reichen locker für die absoluten Grundlagen. Du musst ja kein Gespräch führen können – ein paar Floskeln genügen völlig.
Ich hab damals auch einen Thread speziell zu dem Thema geschrieben: Kreta im August – welche Vokabeln brauche ich wirklich dringend? – da findest du konkrete Vokabeln, die sich für den Urlaub wirklich bewährt haben.