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Griechisch lernen

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Griechische Verben: Warum so viele Endungen und wie lernt man sie?

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Thorsten Hoffmann
Beiträge: 14
Themenstarter
(@t-hoffmann)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten
[#125]

Hallo zusammen,

ich lerne jetzt seit ein paar Wochen Griechisch, hauptsächlich weil ich im Sommer mal längere Zeit auf einer der Inseln verbringen möchte – nicht nur eine Woche wie sonst, sondern richtig eintauchen. Dafür wollte ich endlich mal ernsthaft die Sprache angehen.

Aber ich stoße immer wieder gegen dieselbe Wand: die Verbendungen. Im Deutschen konjugieren wir ja auch, aber das hier ist nochmal eine ganz andere Dimension. Allein beim Präsens habe ich schon sechs verschiedene Formen, dann gibt es noch Aspekte, Vergangenheitsformen, Passiv... ich blicke da ehrlich gesagt kaum noch durch.

Was mich besonders verwirrt: Manche Verben scheinen sich komplett anders zu verhalten als andere. Ich hab zum Beispiel 'έχω' und 'γράφω' nebeneinandergelegt und dachte erst, die folgen demselben Muster – aber dann gibt es plötzlich Formen, die ich nirgends ableiten kann.

Hat jemand einen systematischen Weg gefunden, das anzugehen? Lohnen sich Konjugationstabellen auswendig lernen, oder ist das eher kontraproduktiv? Ich frage mich, ob es so etwas wie eine 'Kerngruppe' von Mustern gibt, die man als erstes verinnerlichen sollte, bevor man sich in Sonderformen verliert.

Bin für jeden Tipp dankbar!


3 Antworten
Markus B.
Beiträge: 2
(@markus82)
New Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Kurz gesagt: Sonderformen zu Beginn ignorieren, erstmal nur Klasse A mit echten Sätzen üben. Mehr brauchst du erstmal nicht. Ich hab dazu auch im Thread über Satzstellung geschrieben – die Frage ist immer: Struktur zuerst, Details kommen von allein.


Antwort
Markus84
Beiträge: 4
(@markus84)
Active Member
Beigetreten: Vor 2 Monaten

Die gute Nachricht: Das Chaos hat System. Die neugriechischen Verben lassen sich grob in zwei Hauptklassen einteilen – die auf -ω (Typ A) und die auf -ώ/-άω (Typ B). Wenn du diese zwei Grundmuster wirklich sicher kannst, erschließen sich viele andere Formen fast von selbst.

Mein Rat: Fang nicht mit Tabellen an, die du stur auswendig lernst. Nimm lieber fünf bis sechs häufige Verben aus Klasse A und konjugiere die täglich laut – wirklich laut sprechen, nicht nur lesen. Das Ohr hilft beim Einprägen enorm. Ich hab das damals so gemacht und plötzlich kommen die Formen fast automatisch.

Was 'έχω' angeht: Das ist ein Ausreißer, weil es zu den unregelmäßigen gehört. Solche Verben muss man leider einzeln lernen, aber es gibt zum Glück nur eine Handvoll davon, die wirklich häufig vorkommen.

Ich hab selbst vor einer Weile im Thread über 'του' geschrieben – da ging es zwar ums Pronomen, aber die Diskussion hat gezeigt: Vieles in der griechischen Grammatik klärt sich, sobald man anfängt, Sätze zu bauen statt Formen zu pauken. Einfach drauflos.


Antwort
Thomas B.
Beiträge: 13
(@alphavokabel37)
Active Member
Beigetreten: Vor 1 Monat

Ich seh das ehrlich gesagt ein bisschen anders als Markus84. Tabellen sind nicht per se schlecht – kommt halt drauf an wie man lernt. Ich für meinen Teil hab mit nem gedruckten Konjugationsblatt angefangen, das ich neben mein Frühstück gelegt hab, jeden Morgen kurz drüber geschaut. Hat bei mir funktioniert.

Was ich aber bestätigen kann: Der Schlüssel ist wirklich das Erkennen von Mustern, nicht das blinde Auswendiglernen jeder einzelnen Form. Wenn du die Endungen -ω, -εις, -ει, -ουμε, -ετε, -ουν einmal wirklich verinnerlicht hast, dann baust du darauf auf.

Ach ja – ich plane auch gerade meinen Sommerurlaub und hab mir vorgenommen, diesmal mehr als nur 'ευχαριστώ' und 'παρακαλώ' rauszubringen. Da merkt man erst wie viel Arbeit das noch ist 🙂


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