Seite wählen

Griechisch lernen

Griechisch vs. Fran...
 
Benachrichtigungen
Alles löschen

Griechisch vs. Französisch: Wirklich schwerer oder nur ungewohnte Schrift?

5 Beiträge
5 Benutzer
71 Reactions
132 Ansichten
Marios Konstantinou
Beiträge: 8
Themenstarter
(@immobilienkyros)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten
[#127]

Hallo zusammen,

ich sitze gerade im Büro mit laufender Klimaanlage (draußen 34 Grad, herrlich diese Juniwochen) und überlege, was ich diesen Sommer als Projekt angehe. Ich hab schon länger mit dem Gedanken gespielt, Griechisch zu lernen – hauptsächlich weil wir im September wahrscheinlich nach Kreta fliegen und ich nicht der Typ bin, der nur mit Händen und Füßen kommuniziert.

Jetzt hab ich aber folgendes Problem: Ich hatte früher mal zwei Jahre Französisch in der Schule und fand das ehrlich gesagt schon ganz schön zäh. Grammatik war okay, aber die Aussprache hat mich wahnsinnig gemacht. Jetzt sagen mir Leute, Griechisch sei nochmal eine Ecke schwerer. Aber wenn ich ehrlich bin – ich glaube fast, dass der erste Schock vor allem vom Alphabet kommt, oder? Also diese fremden Buchstaben wie Θ, Ξ, Ψ und so weiter. Wenn man die erstmal drin hat, ist es vielleicht gar nicht so viel schlimmer als Französisch?

Andererseits höre ich immer wieder, dass die griechische Grammatik mit Kasus und Verbformen wirklich komplex ist. Bei Französisch hatte ich zumindest lateinisches Alphabet als Stütze.

Hat jemand von euch beide Sprachen gelernt oder zumindest angefangen? Wie lange hat es bei euch gedauert, das Alphabet halbwegs zu sitzen? Und war der Rest dann irgendwie machbar, oder stecken da noch viel größere Hürden drin als das Schriftsystem?

Wäre super, wenn ich das bis September zumindest auf Basics bringen könnte.


4 Antworten
Markus Hartmann
Beiträge: 10
(@markus89)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Kurze Antwort: Beides. Das Alphabet schreckt ab, aber die Grammatik ist danach objektiv aufwendiger als Französisch. Ich hab beides durch, und Französisch war strukturell für mich zugänglicher – auch wenn ich Griechisch am Ende motivierender fand.


Antwort
Michael Kowalski
Beiträge: 12
(@michaelk42)
Active Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Ich seh das ein bisschen anders als R.Hoffmann78 oben, zumindest was den Aufwand angeht. Das Alphabet sitzt bei den meisten Leuten tatsächlich schnell – da stimme ich zu. Aber danach fängt die eigentliche Arbeit erst an, und da holt einen die Grammatik ein.

Ich beschäftige mich seit einer Weile mit Satzbau und Wortstellung (hab dazu auch schon separat gefragt), und das ist tatsächlich sehr anders als in romanischen Sprachen. Französisch hat zwar seine Tücken, aber die Grundstruktur Subjekt-Verb-Objekt ist für Deutsche intuitiv. Im Griechischen ist das flexibler, was erstmal befreiend klingt, aber dann auch bedeutet: man muss die Kasus wirklich verstehen, sonst verliert man den Überblick, wer was mit wem macht.

Für deinen Septembeurlaub reicht absolutes Basis-Griechisch natürlich locker. Aber "genauso schwer wie Französisch" würde ich nicht unterschreiben.


Antwort
Rolf H.
Beiträge: 3
(@r-hoffmann78)
Active Member
Beigetreten: Vor 3 Monaten

Das Alphabet ist tatsächlich das Erste, womit man sich beschäftigen sollte – und es ist ehrlich gesagt auch das Schnellste, was man beim Griechischlernen abhaken kann. Ich hab damals gebraucht, ich glaube so anderthalb bis zwei Wochen mit täglichem Üben, bis ich die Buchstaben flüssig lesen konnte. Danach klingt plötzlich vieles vertraut, weil man ja im Deutschen und Englischen ständig griechischen Lehnwörtern begegnet.

Ob Griechisch schwerer als Französisch ist, kann ich aus eigener Erfahrung schwer sagen, weil ich Französisch nur rudimentär kenne. Was ich aber sagen kann: Die Grammatik hat es durchaus in sich. Ich habe damals im allgemeinen Einsteiger-Thread schon mal geschrieben, dass man sich auf Kasus und Verbformen einstellen muss – das ist kein Sprint. Für einen Septemberurlaub und Basis-Kommunikation ist das aber vollkommen machbar, wenn du jetzt anfängst. Realistisches Ziel: Buchstaben, Zahlen, Begrüßungen, Restaurantvokabular. Das geht in einem Sommer.


Antwort
Markus Hoffmann
Beiträge: 15
(@helasfan3494)
Eminent Member
Beigetreten: Vor 4 Monaten

Also ich lerne Griechisch jetzt schon eine Weile und kann sagen: Das Alphabet ist wirklich kein Drama. Zwei Wochen, täglich 20-30 Minuten, dann liest du es. Was einen dann aber erwartet, ist halt kein Spaziergang. Ich kämpfe bis heute manchmal mit Akkusativ und Genitiv – das ist einfach ne andere Kategorie als das, was ich von westeuropäischen Sprachen kannte.

Trotzdem: Vergleich mit Französisch hinkt meiner Meinung nach etwas. Das sind völlig unterschiedliche Sprachen mit unterschiedlichen Stolpersteinen. Französisch hat diese irre Aussprache (stumme Buchstaben etc.), Griechisch hat die Kasusendungen und Verbflexion. Was "schwerer" ist, hängt stark davon ab, womit du persönlich besser klarkommst.

Für einen Sommerurlaub im September – fang jetzt an, konzentrier dich aufs Alphabet, auf Zahlen und auf ein paar hundert Alltagswörter. Grammatik kommt danach. Griechen freuen sich ehrlich, wenn man überhaupt Griechisch versucht, also der Aufwand lohnt sich schon für die Reaktionen vor Ort. Viel Erfolg bei deinem Projekt!

Wenn Du regelmäßig Anregungen per eMail zum Griechisch lernen möchtest, trage Dich einfach im Newsletter ein. https://www.sprachenlernen24.de/griechisch-lernen/?utm_content=WC97498


Antwort

Neue Beiträge

Teilen: